Barbara Prammer - Ein Leben für die Demokratie
Barbara Prammer war die erste Frau, die in Österreich das höchste Amt im Parlament bekleidete.
Sie war die erste Frau, die in Österreich das höchste Amt im Parlament bekleidete: Barbara Prammer war von 2006 bis zu ihrem frühen Tod im August 2014 Österreichische Nationalratspräsidentin und wurde in dieser Zeit zu einer moralischen Instanz des Landes. Zeitlebens kämpfte sie für die Rechte der Frauen und gegen jede Form von Diskriminierung und Gewalt. Sie setzte sich auch besonders für ein stärkeres Demokratie-Bewusstsein in Österreich ein. Die Dokumentation von Peter Grundei zeichnet das berufliche und private Leben Barbara Prammers nach. Nach ihrem abgeschlossenen Soziologiestudium arbeitete Prammer einige Jahre als Sozial- und Berufspädagogin unter anderem in der Arbeitsvermittlung beim Arbeitsmarktservice Österreich. 1991 wurde die zweifache Mutter schließlich Abgeordnete des Oberösterreichischen Landtages. Ihre politischen Anfänge machte sie in der oberösterreichischen Landespartei der SPÖ. Im Februar 1997 berief sie der damalige Bundeskanzler Viktor Klima als Bundesministerin für Frauenangelegenheiten und Konsumentenschutz in seine Regierung. In ihren drei Jahren als Ministerin erregte Barbara Prammer durch ungewöhnliche familienpolitische Aussagen Aufmerksamkeit. Während ihrer Amtszeit konnte sie eines der wichtigsten familienpolitischen Gleichstellungsanliegen erfolgreich umsetzen, mit der Verankerung der "vollen Ausgewogenheit der Beiträge" in der Ehe in das Familien- und Erbrecht 1999. In ihrer Funktion als Nationalratspräsidentin starb Prammer 2014 im 61. Lebensjahr an den Folgen einer schweren Krebserkrankung.


